Unsere Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit ist
Uta Hoffmann
Bei Fragen nehmen Sie bitte per E-Mail Kontakt auf:
atelier@uta-hoffmann.de
Erstmals erhält eine Bochumer Schule Unterstützung zum Thema „Digitale Gewalt“ an Schülerinnen und Schülern durch das spezialisierte Angebot „Law4school“. Dieses Online-Schulungsangebot gegen Cyber-Kriminalität richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler als auch an Lehrerinnen und Lehrer und will Kinder und Jugendliche befähigen, digitale Gewalt zu erkennen, und sie dagegen stark machen. Die Gründerin, Rechtsanwältin Gesa von Schwerin, gibt seit 2013 bundesweit sehr praxisnahe Live-Webinare dazu für Schulklassen ab Klasse 5.
„Da Cybermobbing an Schülerinnen weiter zunimmt, ist es gerade jetzt so wichtig, vorbeugende Maßnahmen an Bochumer Schulen zu unterstützen“, so Sabine Wiebalck, Präsidentin des Soroptimist International Clubs Bochum. Das ehrenamtliche Netzwerk berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement, hat die Lizenzen für dieses präventiv wirksame Angebot gekauft und der Hans-Böckler-Realschule zur Verfügung gestellt. Weitere Schulen und Einrichtungen sollen folgen.
Informationen: http://clubbochum.soroptimist.de sowie www.law4school.de
„Penduka“ ist ein Sozialunternehmen im afrikanischen Namibia, das seit mehr als 30 Jahren das Ziel verfolgt, zunächst chancenlose Frauen und Mädchen zu eigenständigen Handwerkerinnen auszubilden, die z.B. aufgrund fehlenden Kapitals oder Lebens in ländlichen Gebieten ohne Strom und grundlegende Werkzeuge nicht in den Arbeitsmarkt eintreten können. Im Rahmen dieses female empowerment project /Frauenhilfsprojekts wird u.a. die Herstellung von hochwertigen, handgefertigten Produkten - textilen Waren, Lederwaren und Schmuck - vermittelt. Weiterhin werden die Frauen dazu ermutigt, die Initiative zu ergreifen, um finanziell unabhängig zu werden und somit den Kreislauf von Arbeitslosigkeit und Armut zu durchbrechen. Dabei werden sie kontinuierlich geschult und unterstützt, um ein nachhaltiges Einkommen und ein integratives Wachstum zu schaffen. Insofern hat dieses Projekt einen netzwerkorientierten und gleichzeitig sehr nachhaltigen Charakter!
Um dieses überzeugende Projekt ein zweites Mal finanziell zu unterstützen, veranstalteten wir das Tanz- und Networking-Event „Tanz im Mai“. Wir wählten bewusst nicht den 1. Mai als Veranstaltungstag, sondern einen etwas späteren Termin, um nicht mit den vielen Traditions-Veranstaltungen konkurrieren zu müssen.
Unsere Location bot viel Platz für ein Fingerfood-Buffet, eine Tanzfläche und mehrere Sitzgelegenheiten drinnen und draußen. In einem kleinen Barbereich wurden neben Softdrinks und leichten alkoholischen Getränken auch selbstgemixte Cocktails angeboten. Ein DJ sorgte für großartige Tanzmusik. Die Veranstaltung wurde gut besucht und fand großen Zuspruch.
Beim Vor-Ort-Besuch einiger unserer Clubschwestern am europäischen Partnerstandort von Penduka in Groningen (Niederlande) wurde schließlich ein virtueller Scheck von 1.500€ übergeben.
Der Service-Club Soroptimist International (SI) Bochum unterstützt mit einer Spende Penduka, ein nicht staatliches Selbsthilfeprojekt für Frauen in Namibia. Ein Teil der Spende wurde vom Club beim Tanz in den Mai in der Bochumer KoFabrik für den guten Zweck gesammelt und dann auf die Summe von 500 Euro aufgestockt.
Entstanden ist das Projekt bereits 1992 mit weniger als 5 Mitarbeitern, heutzutage arbeiten über 100 Frauen für Penduka. Besonders hilfebedürftige Frauen aus allen Teilen Namibias werden hier in verschiedenen Bereichen ausgebildet. Sie lernen verschiedene Handarbeiten wie Nähen oder Flechten, damit sie ihre eigenen Produkte später verkaufen können.
Penduka bedeutet übersetzt aus Oshiwambo: ‚Wach auf!‘ vermittelt Hoffnung und ermutigt die Frauen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und Selbstvertrauen aufzubauen. „Empowerment von Frauen ist auch ein Ziel von SI. Wir wollen Frauen stärken und das nicht nur lokal, sondern auch international“, so Dr. Katrin Oemmelen, Präsidentin vom SI Club Bochum.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bei der Umsetzung dieses wunderbaren Programms helfen: Starke Frauen für Afrika, fachkundige Unterstützung in den Projekten und Hilfe zur Selbsthilfe. Damit unterstützen Sie viele Frauen in Namibia und verhelfen ihnen so zu einem besseren Leben. https://www.penduka.com/de/
Anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" - der sogenannte Orange-Day - , der alljährlich am 25. November stattfindet, initiierten die SI-Clubs Bochum und Bochum/Witten die Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte".
Zwischen dem 22. und 27. November werden auf zahlreichen Brötchentüten in Bochum Details zu der Häufigkeit von Gewalt an Frauen und Telefonnummern, wo man sich Hilfe suchen kann, stehen. Erhältlich sind die Tüten in zwölf Filialen der Bäckerei Malzer sowie in zwei Läden von Risken und Blankenhaus, auch der Bio-Lieferservice „Flotte Karotte“ verteilt sie.
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter und kommt in allen sozialen Schichten und Altersgruppen vor. Es ist davon auszugehen, dass jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen ist. Ziel der Bochumer SI-Clubs ist es für das Thema zu sensibilisieren und Unterstützungsangebote sichtbarer zu machen.
„Mit unserer Brötchentütenaktion wollen wir ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen setzen. Denn nur wenn Missstände gesehen werden, können wir sie verändern“, so Dr. Katrin Oemmelen, Präsidentin des Bochumer SI-Clubs.
Unterstützt wird die Aktion auch von der Stadt Bochum und dem Polizeipräsidenten als Schirmherren.
"Jede und jeder einzelne kann etwas tun, um jegliche Form von Gewalt zu verhindern. Die Prämisse kann nur der Dreiklang sein: Hinsehen - Handeln - Hilfe holen! Gemeinsam mit unserem Netzwerk arbeiten wir als Polizei mit aller Kraft daran, dass Betroffene die Hilfe bekommen, die sie benötigen", so Jörg Lukat, Polizeipräsident der Stadt Bochum.
Hier sehen Sie unser Video zu der Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte"
Wie lässt sich Antisemitismus nachhaltig verhindern? Wie ist damit umzugehen, wenn im privaten Umfeld antisemitisches, menschenverachtendes Gedankengut geäußert wird? Wie kann es gelingen, Präventions- und Aufklärungsarbeit langfristig in den Curricula von Bildungseinrichtungen zu verankern?
Diese und weitere Blickwinkel betrachteten die ehrenamtliche Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Theologieprofessorin und Prorektorin für Diversität, Inklusion und Talententwicklung der Ruhr-Universität Bochum Frau Prof. Dr. Isolde Karle, Kriminaldirektorin Dr. Kerstin Lüdke von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW sowie drei außerordentlich engagierte Schülerinnen der Hildegardis-Schule Bochum (eine davon inzwischen Studentin) am Abend des 9. November 2021 in den Räumlichkeiten der Ruhr-Universität Bochum. Die Veranstaltung wurde für das Publikum digital in Zoom übertragen.
Der Vortrag von Frau Leutheusser-Schnarrenberger "Das Tagebuch der Anne Frank“ reicht nicht – Antisemitismus braucht engagierte Demokratie thematisierte, wie beharrlich sich Vorurteile und Ressentiments gegenüber jüdischen Mitbürger*innen auch heute immer noch halten und was es braucht, um präventiv Antisemitismus vorzubeugen. Jede*r Einzelne hat die Möglichkeit, Gesellschaft zu verändern und Gesellschaft mitzugestalten. Besonders eindringlich wurde das an den Projektarbeiten der nicht-jüdischen Schülerinnen Süeda Ördu und Amira Ramdan der Hildegardis-Schule deutlich, die exemplarisch in die Rolle von Jüd*innen geschlüpft sind, indem sie Alltagsszenen aus jüdischer Perspektive filmisch festgehalten haben. Die ehemalige Hildegardis-Schülerin und jetzt Studentin, Lara Volkenrath, hat an einer digitalen Schnitzeljagd für den Bochumer Stelenweg mitgewirkt. Hierbei können sich Spaziergänger*innen an acht Stationen mithilfe der App "Biparcours" über jüdisches Leben informieren. Die Akteurinnen sind sich einig: Ihre Projekte und der Perspektivwechsel haben enorm dazu beigetragen, sich im öffentlichen Leben für mehr gelebte Demokratie und Zivilcourage einzusetzen.
Engagement und Zivilcourage sind auch in der Polizeiarbeit unabdingbar; die Bekämpfung und Vorbeugung jeglicher Art von Diskriminierung steht hier zunehmend im Fokus. So machte Kriminaldirektorin Lüdke beispielhaft deutlich, welchen essentiellen Stellenwert eine frühzeitige Extremismus-Sensibilisierung in der polizeilichen Ausbildung hat.
Sprechen über Antisemitismus ist immer auch eine Gradwanderung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Frau Karle brachte theologische Sichtweisen ein und wies in ihren Ausführungen auf Spannungsfelder hin, die über Jahrhunderte hinweg das Denken und Handeln der (Welt)Religionen beeinflusst haben.
Am Ende waren sich alle einig: Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg, um weltweit, nicht nur in Deutschland, antisemitischen Strömungen einen Riegel vorzuschieben!
Reittherapien für Mädchen und Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben
Die Service-Clubs Soroptimist International (SI) Bochum und Bochum/Witten spenden dem Verein Wildwasser e.V. in Bochum 5.400 €. Die Mittel wurden von dem Frauennetzwerk über eine digitale Lesung mit der Schauspielerin Maria Wolf und der Kunsthistorikerin Dr. Inés Pelzl eingeworben.
Der Verein Wildwasser e.V., eine Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, wird damit bereits zum zweiten Mal von den Bochumer Soroptimistinnen unterstützt. Ziel ist es, die Lebenskraft der Mädchen und Frauen durch Reittherapien zu stärken.
„Wir freuen uns sehr über die finanzielle Möglichkeit, eine zusätzliche Gruppe für die Therapie mit Pferden sowie Krisen-Einzelstunden anbieten zu können. Gerade auch in der akuten Krise ist das Zur-Ruhe-Kommen, sich auf die Zweisamkeit mit dem Pferd konzentrieren können, ein großartiges Mittel, um schnell und hochwirksam die schwierige Zeit kurzfristig überbrücken zu können", erklärt Elke den Brave, Wildwasser Bochum e.V.
“Die Arbeit vor Ort, also das Engagement lokal tätiger Institutionen, die in und mit ihrer Arbeit Frauen unterstützen, ist uns ein Anliegen. Wir freuen uns, zusammen mit dem SI Club Bochum/Witten dem Verein Wildwasser e.V. erneut finanziell helfen zu können”, so Dagmar Gille, Präsidentin des Clubs Bochum. „Darüber hinaus ist es ein Erfolg, dass wir beiden SI-Service-Clubs über digitalem Wege diese Spendenaktion realisieren konnten, um in der Pandemie die Ziele von Soroptimist International zu verfolgen“, sagt Ulrike Letz, Präsidentin des Clubs Bochum/Witten.
Was für ein Jubiläumsjahr - 100 Jahre Soroptimist International und 700 Jahre Bochum - Wir machen mit!
Anhand von sieben Frauen zeigen wir, dass politisch-soziales, naturwissenschaftliches und unternehmerisches Engagement von Frauen nicht erst eine Erfindung der neueren Zeit sind. Die Auseinandersetzung mit Missständen, die Fürsorge für Familie und Mitarbeiter beflügelte Frauen vergangener Generationen, über sich hinauszuwachsen. Mit Durchhaltevermögen und Mut schafften die Frauen beinah Unmögliches, dabei auch ihr eigenes Leben aufs Spiel setzend.
Unsere Ausstellung dazu startet im Juni in der Bochumer Innenstadt. Wir dürfen die Glasvitrine des Modehauses Baltz nutzen - einen herzlichen Dank dafür an die Familie Baltz!
Die genaue Adresse lautet: Boulevardstr. 42 - 56, 44787 Bochum
Hier finden Sie die einzelnen Portraits der sieben Frauen:
Else Baltz
Elisabeth Eickhoff
Else Hirsch - zweisprachig
Liselotte Rauner
Ottilie Schoenewald
Agnes Springorum
Henriette von Noël
Nachfolgend hören Sie Tondokumente über:
Else Baltz
Elisabeth Eickhoff
Liselotte Rauner
Agnes Springorum
Else Hirsch
Henriette von Noël
Ottilie Schönewald
Der Soroptimistinnen Club Bochum fördert mit seiner Spende in Höhe von 2.400 Euro das Reitprojekt von Wildwasser Bochum e.V., einer Fachberatungsstelle für Opfer sexueller Gewalt und für Prävention. Das Reitprojekt ist inklusiv, so dass u.a. auch traumatisierte Mädchen und Frauen mit geistigem Handicap und/oder Hörbehinderung und/oder körperlicher Behinderung eine für sie ganz neue und stärkende Erfahrung machen können.
Der therapeutische Reithof „Pferdestärken“ in Bochum hat neben erfahrenen Reittherapeutinnen insbesondere für diese Personengruppe eine extra breite Treppe sowie eine Liftanlage als Aufstiegshilfen.
Mädchen und Frauen die in ihrer Kindheit bereits sexuellen Missbrauch erleiden mussten und Mädchen und Frauen mit Lern- bzw. geistiger Behinderung sind erheblich gefährdeter, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Sie alle benötigen eine spezielle Begleitung und Hilfen bei der Aufarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse.
Elke den Brave, Wildwasser Bochum e.V: „Durch den engen Kontakt mit den Tieren erleben die betroffenen Mädchen und Frauen eine Steigerung ihres Selbstbewusstseins und ihres Selbst-wertgefühls. Sie machen etwas Besonderes und trauen sich etwas zu. Sie lernen die Pferde kennen, sie berühren sie, kümmern sich um sie und lassen sich von ihnen tragen. So werden sie sensibilisiert, auf sich und andere zu achten und können ein neues (Körper-) Bewusstsein entwickeln.
Der Bewegungsablauf sowie die beeindruckende Körpermasse des Pferdes verlangen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und eigenverantwortlichem Sicherheitsmanagement im Umgang und fördert gleichzeitig die Atem- und Körperkontrolle. Zu dem Stolz mit solch einem Pferd umgehen zu können, kommt der Aspekt des Getragen-Werdens.
Lisa (eine Teilnehmerin): „Ich kann die Reittherapie nur jedem weiterempfehlen, der wieder sein Vertrauen und Selbstbewusstsein aufbauen oder stärken möchte. Mir persönlich hilft die Reittherapie sehr, für einen bestimmten Zeitraum in meinem Alltag, einfach einmal abzu-schalten und meine Anspannung ein Stück weit immer weiter loszulassen. Außerdem konnte ich schon viele meiner Ängste abbauen und merke auch in meinem Alltag, wie ich mir selbst immer mehr zutraue und auch meine Grenzen besser verteidigen kann. Am meisten hat mir persönlich die Bodenarbeit mit den Pferden geholfen, da ich wieder ein besseres Gefühl für Nähe und Distanz bekommen habe und um meine Wahrnehmung und mein Reaktionsvermö-gen zu schulen. Ich konnte lernen, dass ich mit meiner Körpersprache meinem Gegenüber signalisieren kann, dass er zu mir kommen darf, aber dass ich ebenso jeder Zeit eine Grenze setzen kann, wenn es mir zu nah wird. Ich bin sehr dankbar, für all die schönen Erfahrungen, die mir bis heute helfen, das Erlebte Stück für Stück besser zu verarbeiten!“
Dagmar Gille, Präsidentin vom Soroptimistinnen Club Bochum: „Wir engagieren uns regional, national und global, um die Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen zu verbessern. Es ist uns ein besonderes Anliegen mit unserer Spende dazu beizutragen, dass traumatisierte Mädchen und Frauen an dem reittherapeutischen Projekt teilnehmen können und so ein Stück weit Heilung erfahren.“
„Wir sind alle glücklich, dass mit der großzügigen Spende vom Club Bochum Soroptimist International an Chancenwerk e.V. ein Beitrag geleistet wird, dass Kinder und Jugendlichen unabhängig von ihrer Herkunft, gleich gute Bildungschancen erhalten“, erklärten die Anwesenden unisono bei der Spendenübergabe. Am Freitag, 24.05.19, wurde im Rahmen einer feierlichen Stunde ein symbolischer Scheck in Höhe von 6.000 EUR vom Club Soroptimist International an den gemeinnützigen Verein Chancenwerk e.V. überreicht, der an drei Gesamtschulen in Bochum (Erich-Kästner-, Willy-Brandt- und bis zum Schuljahresende noch die Heinrich-Böll-Gesamtschule) kostengünstige Nachhilfe in Form eines Lernkaskadensystems anbietet.
Kern des Bildungskonzepts beruht auf dem Prinzip Geben und Nehmen: Jugendlichen höherer Jahrgänge wird zugetraut, eine Gruppe von Kindern bei ihren schulischen Aufgaben zu unterstützen, unter Begleitung eines qualifizierten Studierenden. Dafür erhalten die Jugendlichen selbst kostenfreie Lernhilfe durch Studierende in einem Fach ihrer Wahl. „Es entsteht ein inspirierendes Miteinander: Schülerinnen und Schüler entwickeln eine positive Haltung zum Lernen, übernehmen Verantwortung und entwickeln Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten“, erläuterte Serife Vural von Chancenwerk e.V.
Chancenwerk e.V. ist eine gemeinnützige Organisation, die 2004 von Serife Vural und ihrem Bruder Murat Vural und weiteren Engagierten in Castrop-Rauxel gegründet wurde und sich bundesweit für gleiche Bildungschancen in der Sekundarstufe 1 und 2 an ihren Partnerschulen einsetzt. Wöchentlich werden 4.700 Kinder und Jugendliche in der Lernförderung in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung unterstützt. Die Unterstützung eines Kindes kostet rund 720 € pro Jahr, davon werden 220 € direkt durch die Eltern finanziert. Pro Kind besteht ein ungedeckter Bedarf von 500 €. Durch die Spende vom SI Club Bochum können jetzt bis zu 12 Kinder im Kalenderjahr 2019 unterstützt werden.
Weitere Informationen zu Chancenwerk e.V. finden Sie unter www.chancenwerk.de
Bochumer Frauennetzwerk engagiert sich für soziale Projekte
Am Wochenende besiegelten 25 engagierte Frauen feierlich die offizielle Gründung des 219. deutschen Soroptimist International (SI) Clubs im Kunstmuseum Bochum. SI ist eine 1921 in den USA gegründete internationale Organisation für berufstätige Frauen und mit rund 80.000 Mitgliedern in 132 Ländern das größte Netzwerk seiner Art. Unter dem SI-Motto „Eine weltweite Stimme für Frauen“ ist es das Ziel der Organisation, soziale Projekte zu fördern bzw. zu initiieren, welche die Chancengleichheit insbesondere von Frauen und Mädchen verbessern.
Vor diesem Hintergrund unterstützen die Bochumer Soroptimistinnen den Verein Chancenwerk e.V., der über ein Lernkaskadensystem erfolgreich Nachhilfe u.a. an drei Bochumer Gesamtschulen durchführt.
Im Rahmen der Gründungsfeier konnten bereits rund 4.000 Euro an Spenden gesammelt werden. „Wir sind stolz, Mitglied dieser weltweiten Organisation zu sein und wollen mit den Frauen unseres Clubs gemäß des SI Credos „Bewusstmachen, Bekennen, Bewegen“ aktiv werden. Mit unserem ersten Projekt möchten wir den Verein Chancenwerk e.V., der bundesweit die Bildungschancen junger Menschen in der Sekundarstufe 1 und 2 fördert, in Bochum weiter bekannt machen, über Aktionen Spenden sammeln und Sponsoren gewinnen“, erklärte die Gründungspräsidentin, Iris Grawert.
Weitere Informationen zu Chancenwerk e.V. finden Sie unter www.chancenwerk.de.
Der neu gegründete Club erweitert die Präsenz von SI nicht nur in Bochum, sondern auch im gesamten Ruhrgebiet. So finden sich Nachbarclubs beispielsweise in Dortmund, Duisburg/Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Recklinghausen und Witten.
„Ehrenamtliches Engagement ist ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft, ohne den wir auch in Bochum vielen Herausforderungen nicht gerecht werden könnten. Um verantwortungsvolle Aufgaben umzusetzen, benötigen wir engagierte Menschen – und vor allem auch Frauen, die einen Blick auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen und Mädchen haben und handeln“, sagte die Bochumer Bürgermeisterin Gabriela Schäfer.
Mit seinem weltweiten Netzwerk bietet SI den Mitgliedern ein Forum für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Bei den monatlichen Clubtreffen stehen Vorträge und Diskussionen zu gesellschaftspolitischen Themen im Mittelpunkt. Bei Clubtreffen und privaten Begegnungen entwickeln sich Freundschaften, die Soroptimistinnen ein Leben lang pflegen - ganz im Sinne des Namens „Soroptimist“, der vom lateinischen sorores optimae abgeleitet ist und so viel bedeutet wie „beste Schwestern“.